Wie läuft ein Krimidinner ab? – Antworten auf die häufigsten Fragen

Nach unserem Abend mit „Mord in Chicago“ wurden wir öfter gefragt, wie ein Krimidinner eigentlich genau funktioniert.
Deshalb hier eine kurze Übersicht für alle, die überlegen, selbst einmal an einem Krimidinner teilzunehmen.

Was ist ein Krimidinner eigentlich?

Es gibt im Wesentlichen vier unterschiedliche Arten von Krimidinnern, die wir hier kurz vorstellen wollen:

  • Krimispiel vor Publikum – Hier spielen professionelle oder semi-professionelle Schauspieler vor Publikum. Das Publikum ist wenn nur kurz aktiv, ansonsten genießt es eine perfekte Show. Ein Beispiel hierfür ist der sehr empfehlenswerte Anbieter Tatort Krimi, der bereits seit vielen Jahren an unterschiedlichen Locations zahlreiche Krimishows durchführt.
  • Krimispiel für Zuhause – Hier kauft man sich eine fertige Box, in der für alle Rollenbeschreibungen sind und kümmert sich um Essen und Drumherum selbst. Spiele für Zuhause gibt es beispielsweise im Zauberfeder-Shop.
  • Krimispiel mit Bewegung – Hier bekommt Ihr eine grobe Rolle und viele Handlungsmöglichkeiten im Raum. Man kann bei Private Mystery sogar selbst zum Mörder oder zur Mörderin werden.
  • Krimispiel mit Interaktion – Unser Krimispiel „Mord in Chicago“ ist genau das. Man bekommt eine Rolle, interagiert, aber man sitzt am Tisch und führt keine Handlungen aus, sondern versucht alleine oder gemeinschaftlich den Fall zu lösen.

Unser Krimidinner ist also eine Mischung aus Rollenspiel, Theater und Detektivgeschichte.
Jeder Teilnehmer übernimmt eine feste Rolle innerhalb einer Mordgeschichte und wird aktiv Teil der Handlung.

Es gibt kein Publikum und keine Nebenfiguren – genau wie bei unserem Abend in Lüdenscheid ist jeder mitten im Geschehen.

Wie beginnt unser Krimidinner?

Zu Beginn erhält jeder Spieler seine Rolle mit Hintergrundgeschichte, Zielen und Geheimnissen.
Anschließend wird die Ausgangssituation erklärt – in unserem Fall ein Pokerabend im Chicago der 30er Jahre.

Schon nach wenigen Minuten fällt der erste Schockmoment:

„Machinegun Tommy wurde erdrosselt.“

Ab diesem Moment ist klar:
Der Täter muss unter den Anwesenden sein.

Was macht man während des Spiels?

Der Abend besteht aus mehreren Gesprächs- und Spielphasen – und natürlich aus gemeinsamem Essen.

Typischerweise ist das Krimidinner in mehrere Gänge unterteilt, meist drei bis vier, zwischen denen jeweils gespielt wird:

  • zwischen den Gängen wird gesprochen, gefragt und verdächtigt
  • neue Hinweise werden verteilt
  • Geheimnisse kommen ans Licht
  • Allianzen entstehen oder zerbrechen

Das Essen selbst ist dabei kein bloßes Beiwerk, sondern Teil des Abends:
Die Gespräche am Tisch, das Taktieren zwischen Vorspeise und Hauptgang und die Diskussionen beim Dessert gehören genauso zum Spiel wie die eigentliche Ermittlung.

Genau wie bei uns entsteht so nach und nach ein eigenes Netz aus Motiven, Lügen und Nebenhandlungen.

Am Ende gibt jeder seinen Tipp ab, wer der Mörder ist – danach folgt die Auflösung.

Muss man schauspielern können?

Nein.
Niemand muss ein Schauspielprofi sein.

Es reicht, in seiner Rolle zu sprechen und auf Fragen zu reagieren.
Auch bei uns sind viele erst zögerlich gestartet – und waren nach kurzer Zeit komplett in ihrer Figur drin.

Wie streng sind die Regeln?

Das Regelwerk gibt Struktur, schränkt aber kaum ein.

Bei Mord in Chicago galt zum Beispiel:

  • Alle Spieler müssen grundsätzlich die Wahrheit sagen
  • Ausweichen und vage Antworten sind erlaubt
  • Nur bei direkter Nachfrage ist eine ehrliche Antwort Pflicht

Gerade diese Mischung aus Wahrheit und taktischem Schweigen hat bei uns für besonders viel Spannung gesorgt.

Wie lange dauert ein Krimidinner?

Je nach Szenario zwischen zwei und vier Stunden.

Unser Abend in Lüdenscheid dauerte knapp drei Stunden – inklusive Pausen, Diskussionen und der finalen Auflösung.

Für wie viele Personen ist ein Krimidinner geeignet?

Das hängt vom Spiel ab.

Typische Gruppengrößen sind:

  • 6–8 Personen für kleine Runden
  • 10–14 Personen für mittlere Gruppen
  • 16–20 Personen für große Szenarien

Mord in Chicago ist speziell für größere Gruppen konzipiert.

Muss man sich verkleiden?

Pflicht ist es nicht – aber es verstärkt die Atmosphäre enorm.

Gerade bei historischen Szenarien wie unserem Chicago-Setting helfen schon kleine Details:

  • Hut
  • Sakko
  • Kleid
  • Schmuck

schnell dabei, in die Rolle zu finden.

Ist ein Krimidinner eher Rätsel oder Rollenspiel?

Eher ein Rollenspiel mit kriminalistischem Rahmen.

Wie wir an dem Abend gemerkt haben, geht es weniger darum, „richtig zu liegen“,
sondern vielmehr darum:

  • die Geschichte gemeinsam zu entwickeln
  • zu bluffen
  • zu improvisieren
  • und in der Rolle aufzugehen

Gewinner und Verlierer werden schnell nebensächlich.

Für wen eignet sich ein Krimidinner?

Ein Krimidinner ist ideal für Gruppen, die:

  • gerne gemeinsam spielen
  • Lust auf Gespräche und Improvisation haben
  • etwas anderes als klassische Brettspiele ausprobieren möchten

Gerade für Escape-Room-Fans ist es eine perfekte Ergänzung.