Escape Rooms sind spannend, manchmal aufregend und gelegentlich auch ein bisschen beklemmend. Doch was, wenn du unter Platzangst leidest? Musst du dann auf das Escape-Room-Erlebnis verzichten? Ganz klar: Nein!
Viele Menschen verbinden Escape Rooms automatisch mit kleinen, dunklen Räumen und verschlossenen Türen. Tatsächlich gibt es aber große Unterschiede zwischen den einzelnen Escape Rooms. Manche Räume sind großzügig gestaltet, andere bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Bereichen. Und vor allem gilt: Niemand wird in einem Escape Room gegen seinen Willen eingesperrt.
Was bedeutet Platzangst eigentlich?
Umgangssprachlich wird mit „Platzangst“ meistens die Angst vor engen oder geschlossenen Räumen gemeint. Fachlich wird dabei häufig zwischen Klaustrophobie und Agoraphobie unterschieden. Für einen Escape Room ist vor allem die Angst vor engen, geschlossenen Räumen relevant.
Schon der Gedanke daran, eine Tür hinter sich schließen zu sehen, kann bei manchen Menschen ein mulmiges Gefühl auslösen. Herzklopfen, Unruhe oder das Gefühl, schnell wieder hinaus zu müssen, können mögliche Reaktionen sein.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein Escape Room ungeeignet ist.
Escape Room trotz Platzangst – geht das?
In vielen Fällen ja. Entscheidend ist, wie stark die Angst ausgeprägt ist und für welchen Escape Room du dich entscheidest.
Wenn du dir unsicher bist, solltest du bereits bei der Buchung nachfragen, wie groß die Räume sind und ob es möglicherweise besonders enge oder dunkle Bereiche gibt. Ein guter Anbieter kann dir erklären, was dich erwartet, ohne dabei unnötig etwas vorwegzunehmen.
Außerdem muss ein Escape Room nicht zwangsläufig aus kleinen Räumen bestehen. Viele Räume verfügen über große Spielflächen, mehrere Räume oder sogar komplette Gebäudeabschnitte, die zum Spielbereich gehören.
Aber auch die Story macht schon viel aus. Krimi-Räume wie der Escape Room Das Apartment in Castrop-Rauxel oder Familien-Escape-Rooms wie Tristans (T)Raum sind bestens für Menschen mit Ängsten geeignet.
Niemand muss Angst aushalten
Der wichtigste Punkt: Du musst deine persönliche Grenze nicht überschreiten.
Ein Escape Room soll Spaß machen. Wenn du während des Spiels merkst, dass dir die Situation zu viel wird, solltest du das dem Spielleiter mitteilen. Vor dem Start kannst du dich außerdem genau darüber informieren, wie die Kommunikation mit dem Spielleiter funktioniert und wie du das Spiel im Notfall verlassen kannst.
Das nimmt vielen Menschen bereits einen Teil der Anspannung: Du bist nicht tatsächlich gefangen.
Der Spielleiter ist für dich da
Während des Spiels steht normalerweise ein Spielleiter im Hintergrund und kann das Geschehen verfolgen. Dadurch ist jederzeit jemand erreichbar, wenn du Hilfe brauchst oder dich unwohl fühlst.
Gerade wenn du zum ersten Mal einen Escape Room besuchst und dir wegen deiner Platzangst Gedanken machst, lohnt sich ein kurzes Gespräch vor dem Spiel. Sag einfach offen, dass du dich in engen Räumen nicht besonders wohlfühlst. So kann das Team besser einschätzen, welcher Raum für dich geeignet sein könnte.
Tipp: Mit einem passenden Escape Room anfangen
Wenn du Platzangst hast, solltest du nicht unbedingt mit dem kleinsten, dunkelsten und gruseligsten Escape Room beginnen.
Besser geeignet ist ein Raum mit:
- großzügigen Spielflächen
- mehreren miteinander verbundenen Räumen
- guter Beleuchtung
- wenig engen Durchgängen
- möglichst wenigen Situationen, in denen man sich längere Zeit in einem engen Bereich aufhalten muss
So kannst du erst einmal herausfinden, wie du dich in einem Escape Room fühlst. Gut geeignet sind besonders auch Escape Rooms, in denen Kindergeburtstage stattfinden. Hier kannst du dir sicher sein, dass sie geeignet sind.
Und wenn die Angst während des Spiels kommt?
Auch dann gilt: Ruhe bewahren und dem Spielleiter Bescheid sagen.
Du musst dich nicht schämen. Platzangst ist nichts, wofür man sich rechtfertigen muss. Wenn es dir zu viel wird, kannst du jederzeit eine Pause oder Hilfe verlangen. Das eigentliche Ziel eines Escape Rooms ist schließlich nicht, jemanden möglichst lange in einem unangenehmen Zustand zu halten, sondern gemeinsam ein spannendes Abenteuer zu erleben.
Platzangst und Escape Room schließen sich nicht aus
Platzangst bedeutet nicht automatisch, dass Escape Rooms für dich tabu sind. Mit der richtigen Auswahl und einem offenen Gespräch mit dem Anbieter kannst du möglicherweise problemlos teilnehmen.
Bei starken Beschwerden oder einer ausgeprägten Angst solltest du allerdings nicht versuchen, dich einfach durch eine extreme Situation zu zwingen. Informiere dich vorher über den Raum und entscheide selbst, womit du dich wohlfühlst.
Denn ein Escape Room soll vor allem eines sein: ein spannendes Erlebnis, das man gemeinsam mit Freunden, Familie oder Kollegen genießen kann – und kein Test dafür, wie lange man seine eigenen Grenzen aushält.